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Unser erster Collie
Ich heiße Moritz.
Meine Familie, die Fischers, erlösten mich im Februar 1991 aus dem Tierheim Berlin-Mitte.
Im Alter von 11 Monaten bekam ich endlich ein wunderschönes Zuhause. Wir wohnten in Berlin-Köpenick und hatten auch ein Grundstück in Oranienburg-Süd, im Grünen und am Wasser. An beiden Orten fühlte ich mich hundewohl.
Nach der Arbeit von Herrchen und Frauchen fuhren wir immer an den Müggelsee. Dort konnte ich toben und baden nach Hunde–Lust. An den Wochenenden waren wir in Oranienburg. Dort bauten meine Eltern ein Haus und mir eine Hütte. Als alles fertig war, zogen wir ein. Nun war mein Glück perfekt. Noch zwei Vierbeiner kamen ins Haus. Die Hütte teilt ich mir mit unserem Kater „Larry“.
Mit ihm und der Katze „Sissy“ habe ich mich immer gut verstanden. Oft schleckerten wir alle drei gemeinsam aus dem Napf. Ansonsten legte ich großen Wert darauf, dass mich mein Frauchen mit der Kuchengabel fütterte. Da schlapperte ich mich wenigstens nicht voll. Denn Reinlichkeit war meine Zier!
Drei Colliedamen machten mir den Hof. Ihre Frauchen hätten gern Babys gehabt. Aber als ich 7 Jahre alt war, feierten Nachbarskinder mit mir und ihrer Colliemixhündin Hochzeit. Mit Fliege und Schleier, so wie im richtigen Leben der Zweibeiner. Da erlag ich dem Scharm dieser süßen Braut und wir bekamen 7 schöne Babys. Vier davon sahen aus wie ich, drei waren sicher nicht von mir… ?!
Viele Oranienburger kannten meinen richtigen Namen. Andere nannten mich „Lassie“. Ich tat ihnen den Gefallen und hörte auch auf diesen. Egal, dann hatte ich eben zwei Namen. Gern hörte ich, wenn unser Nachbar anerkennend sagte: „Euer Moritz hat Abitur“, oder andere Leute: „Du bist aber ein schöner Hund“. Da bin ich vor Stolz immer ein Stück größer geworden. Dass ich einmal so viel Liebe und Zuwendung bekommen würde, hätte ich mir nicht träumen lassen.
Mit 14,2 Jahren bin ich dann nach einem erfüllten und glücklichen Hundeleben friedlich eingeschlafen.
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